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Lehrplan 21

Die Kompetenzen zum Thema Tanz findet man im Lehrplan 21 sowohl im Musikunterricht, als auch im Sportunterricht. In den folgenden Absätzen wird der Inhalt der Kompetenzen aus dem Lehrplan 21 zusammengefasst und mit dem Tanzstil «Hip-Hop» in Verbindung gesetzt.

Musikunterricht


Im Musikunterricht geht es darum, dass die Kinder ihren Körper sensomotorisch differenziert wahrnehmen können. Es geht auch um den Ausdruck und um das Interagieren in einer Gruppe. Natürlich geht es auch um die Koordination und darum ein Repertoire an Tänzen zu kennen. Im Musikunterricht geht es sicher zu einem grossen Teil auch um die Kulturvermittlung im Bereich der Musik.

Der Ausdruck spielt beim Hip-Hop eine sehr wichtige Rolle. Man kann bestimmte Bewegungen durch den Ausdruck verändern. Einfache Seitenschritte kann man beispielsweise sehr klein durchführen mit wenig Mimik im Gesicht. Man kann diese Schritte aber auch gross durchführen und den Gesichtsausdruck variieren. Dadurch entsteht ein gesamter Ausdruck beim tanzen, den man variieren und auf unterschiedliche Musik und auf unterschiedliche Stimmungen anpassen kann. Um sich erfolgreich auszudrücken braucht man also eine differenzierte Körperwahrnehmung.

Die Kulturvermittlung und das Interagieren in einer Gruppe sind im Hip-Hop ebenfalls sehr wichtig. Um Hip-Hop richtig zu «fühlen» sollte man die Kultur und die Geschichte dahinter kennen. Durch das Tanzen in der Gruppe werden zusätzlich auch soziale Kompetenzen berücksichtigt.

Sportunterricht

Im Sportunterricht geht es wiederum um die Wahrnehmung und die Steuerung des Körpers. Diese Kompetenzen beinhalten auch das Korrigieren der eigenen Bewegungsausführung. Der Sportunterricht sieht auch vor, dass die Kinder sich mit Materialien ausdrücken können und dass sie eine Bewegungsfolge choreografieren und präsentieren können. In anderen Kompetenzen, wird erwartet, dass die Schülerinnen und Schüler Bewegungsmuster erkennen und die Bewegungsfolgen und Tänze rhythmisch gestalten können und dass sie respektvoll miteinander umgehen.

Anders als im Musikunterricht, geht es im Sportunterricht stark um die Wahrnehmung und die Steuerung des Körpers. Dies ist ein Aspekt, der im Hip-Hop sehr trainiert wird. Um bestimmte Bewegungen auszuführen braucht man eine gute Körperwahrnehmung und diese wird auch je nach Schwierigkeitsgrad stärker trainiert. Für komplexere Bewegungen braucht man eine gute Körpersteuerung um die Bewegung wie gewünscht auszuführen.

Beim Tanzen werden natürlich nicht nur die fachspezifischen Kompetenzen gefördert, sondern auch die überfachlichen Kompetenzen. 

Die Schülerinnen und Schüler lernen über die Kompetenzen der Selbstreflexion ihre Gefühle wahrzunehmen und diese situationsangemessen auszudrücken. Die sozialen Kompetenzen werden beim Tanzen in der Gruppe sehr stark gefördert. Sie lernen, sich mit ihren Mitmenschen auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Wenn es beim Choreografieren in der Gruppe oder beim Erlernen einer Sequenz Schwierigkeiten gibt, lernen sie Lösungsvorschläge zu suchen und die Konflikte in der Gruppe zu lösen. 

Wenn sich die Kinder über das Thema informieren lernen sie auch bestimmte Fachausdrücke kennen, die sie später beim Tanzen anwenden können. 

Wenn die Kinder in Gruppen eine Tanzsequenz erarbeiten, werden sie mit verschiedenen Lernstrategien konfrontiert und lernen diese anzuwenden und zu reflektieren.

Quellen: